Sabine Funk Klasse Hesse
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»Schicksalskarten« 

von Sabine Funk © 2007 

Manipulation begegnet uns täglich. Wir sind umgeben von Menschen und Medien, die uns ständig zu beeinflussen versuchen, und somit gezwungen, Informationen ein- und abzuschätzen und unseren Weg durch die sich schnell wandelnde Gesellschaft zu finden. Viele Menschen suchen heute Halt und Rat in der Astrologie und Wahrsagerei. Sie lassen sich die Karten legen oder Horoskope erstellen, lassen sich auf diese Weise be(un)ruhigen und manipulieren. Die Ratschläge sind jedoch oft inhaltslos, beliebig oder einfach auf jede Lebenssituation und jede Person anwendbar. Die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit solcher Ratgeber erscheint somit zweifelhaft. Auch die Tatsache, dass ein Geldgeschäft daraus erwachsen ist. Die Tarotkarten spielen mit solchen Ratschlägen. Sie jonglieren auf flapsige Weise mit den abgedroschenen Floskeln und irren Vorschlägen aus Horoskopen. Jeder Satz, der hier einer Person, einem Gesicht, zugeordnet ist, das den Betrachter starr und hypnotisierend mit großen Augen anblickt, entspricht optisch dem Inhalt und Charakter der einzelnen traditionellen Tarotkarten (z. B. „Die Welt“, „Die Herrscherin“, etc.). Es ist möglich, sich mit diesen Karten die Zukunft zu legen oder Entscheidungen zu suchen. Sie können helfen, Situationen neu zu überdenken und Problemlösungen zu finden. Trotzdem halten sie den Spieler durch ihr naives und ironisches Erscheinungsbild dazu an, kritikfähig und selbständig denkend und handelnd zu bleiben.