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Wintersemester 2018_19


GRUND- UND HAUPTSTUDIUM

304/313 Konzeptionelle Gestaltung I/III


Making Crisis Visible 

Designer und Designerinnen sind Weltverbesserer. Mit scheinbar unbeugsamen Optimismus wollen sie die Probleme der Gegenwart lösen, eine bessere Zukunft gestalten und die Welt verändern. Nur leider scheint unsere Welt dabei nicht mehr mitzuspielen. Die fundamentalen Funktionsstörungen globaler Systeme entziehen sich jeglicher Handhabbarkeit durch Design. Unsere geteilte Welt zerbrechlicher Gesellschaften befindet sich im Moment der Krise, in ständiger Bedrohung durch ökologische, klimatische, ökonomische und politische Katastrophen. Bei dieser unübersichtlichen Problemlage und dem andauernden Ausnahmezustand scheinen klassische, lösungsorientierte Designansätze nicht mehr zu funktionieren. Und vielleicht gibt es für die Probleme unserer Zeit auch keine endgültige Lösungen mehr und wir stehen an einem Wendepunkt. Doch wie lassen sich Krisen sichtbar und besser verständlich machen? Und wie kann deren kreatives Potential durch Design erfahren werden? Können wir die Krise designen? 


Gemeinsam mit den Forschern und Forscherinnen des Leibniz-Forschungsverbund “Krisen einer globalisierten Welt” werden wir uns dieser Herausforderung stellen. Wir müssen unser Denken in den Krisen-Modus umschalten und aus dem Desaster heraus designen. Auf Grundlage ihrer Forschungsergebnisse sollen spekulative “Design-Wissens-Objekte” erarbeitet werden, welche die Krisen unserer Welt sowohl erfahrbar machen, als auch deren transformatives Potential aufzeigen. Im Wintersemester 18/19 sollen erste Ideen erarbeitet werden, die dann im Sommersemester 19 realisiert werden können. Für das Frühjahr 2020 ist eine gemeinsame Ausstellung der visuell aufbereiteten wissenschaftlichen Erkenntnisse und der spekulativen Designobjekte im Senckenberg Museum geplant.


Die Forscher und Forscherinnen des Leibniz-Forschungsverbundes werden ihre Ergebnisse bei einem zweitägigen Intensiv-Workshop am 25./26. Oktober präsentieren. Die Teilnahme an diesem Workshop ist Voraussetzung für die Bearbeitung der Inhalte im Seminar. 


15. Oktober 2018 Einführungsveranstaltung

Kurstage immer montags und freitags, 10 bis 14 Uhr


19. Oktober 2018 Kursbeginn


25. und 26. Oktober 2018 

Kick-Off Workshop gemeinsam mit den Forschern und Forscherinnen des Leibniz Forschungsverbandes


Montags 10 bis 14 Uhr 

Kommunikation im Raum mit Marc Ulm

 

Freitags 10 bis 14 Uhr 

Informations- und Interactive Design mit Nikolas Brückmann und Yuriy Matveev 


19. bis 23. November 2018 

Workshop Socially Engaged Art Practice mit Naomi Kasumi 


Kursleitung: Prof. Klaus Hesse, Felix Kosok

Kurstermin: montags und freitags, 10 bis 14 Uhr, Westflügel, D301



Sprechstunden Prof. Klaus Hesse

nach Vereinbarung:

hesse@hfg-offenbach.de

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GRUND- UND HAUPTSTUDIUM  

304/313 Konzeptionelle Gestaltung I/III  

 

Binding Art Edition

Konzeption und Gestaltung einer dreiteiligen Serie von Bierdosen (0,5 l) für die Binding Brauerei in Frankfurt. Thema der limitierten Binding Art Edition ist Frankfurt und die Region im weitesten Sinne. Darüber hinaus müssen nur die entsprechenden Pflichtangaben sowie das Adler-Logo berücksichtigt werden. Es gibt ansonsten keine weitere Vorgaben. Darüber hinaus sind auch aufwendige Druckverfahren bzw. Druckveredelungen sowie zahlreiche Sonderfarben realisierbar.


Dieser Kurs findet im Rahmen eines Gestaltungswettbewerb statt.

1. Preis 3.000 Euro

2. Preis 1.500 Euro

3. Preis    500 Euro


Zeitablauf:

Einführungsveranstaltung: Montag, 15. Oktober, 10 Uhr, Westflügel, D 301

Start mit Kursbeginn 16. Oktober 2018

Endpräsentation Mitte Dezember 2018

Abgabe der Druckdateien Mitte Januar 2019


Kursleitung: Prof. Klaus Hesse

Kurstermin: dienstags, 10 bis 13 Uhr, Westflügel, Raum D 301  



Senckenberg-Preis für Naturforschung 

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN), eine 1817 gegründete Bürgergesellschaft und die größte Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft, setzt sich zum Ziel, unseren Planeten und damit die Natur als unsere Lebensgrundlage mit einem ganzheitlichen Forschungsansatz zu verstehen und die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit durch ihre Museen zu vermitteln. Senckenberg betreibt eine fachübergreifende Erdsystemforschung, wobei verschiedenste Teildisziplinen der Biowissenschaften, Geowissenschaften und Gesellschaftswissenschaften zusammenarbeiten. Erst mit einem solchen umfassenden Erd-Systemverständnis können wir dafür sorgen, dass der blaue Planet nachhaltig für die Menschheit genutzt und erhalten werden kann. Der Senckenberg-Preis mit seinen beiden Kategorien “Naturforschung“ und „Natur-Engagement“ greift diesen Schwerpunkt auf und stellt sowohl die ganzheitliche Naturforschung wie auch ihre Vermittlung in den Mittelpunkt: 


Mit dem Senckenberg-Preis für Naturforschung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt, die exzellente Forschungsleistungen in der integrativen Erdsystemforschung erbracht haben. 


Mit dem Senckenberg-Preis für Naturengagement werden Personen ausgezeichnet, die sich durch ihr herausragendes Engagement und gelungene Kommunikation für den Erhalt der Natur, die Naturbildung und eine nachhaltige Nutzung von Naturressourcen verdient gemacht haben. 


Aufgabe: 

Konzeption und Gestaltung einer mehr oder weniger handlichen Skulptur für die Preisträger


Hochschulinterner Gestaltungswettbewerb:

1. Preis 3.500 Euro

2. Preis 1.000 Euro

3. Preis 500 Euro


Zeitablauf:

Einführungsveranstaltung: Montag, 15. Oktober, 10 Uhr, Westflügel, D 301

Start mit Kursbeginn 16. Oktober 2018, 14 Uhr, Keramikwerkstatt Geleitstraße

Gespräch mit Vertretern des Senckenberg Museums: 23. Oktober, 14 Uhr, Westflügel D301

Zwischenpräsentation Mitte Dezember 2018

Endpräsentation Anfang Februar 2019

 

Kursleitung: Prof. Klaus Hesse, Merja Herzog-Hellstén 

Kurstermin: dienstags, 14 bis 17 Uhr, Geleitstraße